5 Lieder, die Erinnerungen in mir wecken



Jeder von uns hat sie doch, diese bestimmten Lieder, die einen immer wieder an bestimmte Momente erinnern, Erinnerungen hervorrufen oder einen einfach nur zum mitträllern bringen können, auch wenn sie teilweise vielleicht schon so alt sind. Auch gerade ich bin jemand, der sich so oft alte Lieder anhört, weil ich sie mit etwas verbinde.


1.  Hero von Family oft the Year – Ein Lied, das ich wohl nie wieder vergessen werde. Es war vor knapp 4 Jahren, Kay war zum ersten Mal bei mir und wir lagen gemeinsam im Bett und haben – Achtung: ROMANZE PUR! – TV Total Turmspringen geschaut. Meine Mama hatte eigentlich damals gesagt, dass er spätestens 23:00 Uhr gehen sollte, aber wir konnten uns einfach nicht voneinander trennen und so war es dann mittlerweile schon 2:00 Uhr und als wir es dann endlich über das Herz brachten, uns zu verabschieden, kam genau in diesem Moment, als wir uns zum Abschied küssten, dieses Lied. Ja, total schnulzig, aber ich bekomme immer wieder Gänsehaut, wenn ich dieses Lied höre.

2.  Just Hold Me von Maria Mena –  Da muss ich direkt schmunzeln, wenn ich dieses Lied höre. Ich war 8 Jahre, gerade in die 3. Klasse gekommen. Das Lied lief rauf und runter, überall und ich trällerte es nur immer so vor mich hin, ohne nur ein Wort Englisch sprechen oder gar singen zu können. Meine Familie fand das immer so süß und ich sollte es jedes Mal singen, wenn jemand da war. Ich lies mir das natürlich nie zweimal sagen, denn ich liebte das „Singen“. Ein paar Wochen später stellte sich, wie der Zufall es so wollte, heraus, dass an meiner Schule ein Talentwettbewerb stattfinden würde und ich wollte selbstverständlich dabei sein. Mit meinem Lied versteht sich natürlich. So kaufte meine Mama mir also die CD davon und druckte mir den Songtext aus. Und ich übte. Ich übte wie eine Wilde. Ich glaube, das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich etwas so sehr wollte und zwar aus tiefstem Herzen. Das Lied lief auf Dauerschleife und ich versuchte mir jedes einzelne englische Wort einzuprägen. Und dann die große Premiere – Ich war so aufgeregt und ich weiß es bis heute, dass ich am liebsten losgeweint hätte vor Nervosität. Aber ich stellte mich dahin, vor einem 300 Mann Publikum und sang mein Lied. Meine Mama, meine Oma und meine Klassenlehrerin weinten und ich war stolz wie Bolle. Dass ich den Wettbewerb gewonnen habe, war da irgendwie nebensächlich geworden, obwohl ich mich darüber natürlich auch endlos freute. Aber das Lied weckt in mir einfach immer wieder so viele Erinnerungen, die mich wirklich zum Grinsen bringen.

3.  Durch den Monsun von Tokio Hotel – Ja, ich war ein Tokio Hotel Fan. Und was für einer! Ich hatte wirklich alles von denen, von T-Shirts, Caps, (allen!) CD’s/DVD’s und Stiften, bis hin zu Schuhen, Rucksack, Bettwäschen und alles was man damals noch so alles an Band Merchandising besitzen konnte. Jeden Abend habe ich meinen Lebensgröße Poster der Band einen Kuss gegeben. Ja, ich war ein Freak. Aber ich war total stolz darauf. Ich hatte sogar einen Tokio Hotel Club mit meinen Freundinnen in unserem Keller, in dem wir uns regelmäßig trafen und unseren Tokio Hotel-Tratsch abhielten. Oh man, wie das klingt. Aber es war wirklich amüsant und das ist es ja jetzt noch immer, wenn man mal so darüber nachdenkt. Und da „Durch den Monsun“ nun mal das erste Lied von ihnen war, habe ich gerade das immer in guter Erinnerung gehalten. Und übrigens: Ich finde es sehr bewundernswert, dass sie sich bis heute so gut gehalten haben, auch wenn sie nur noch fast nur noch  ausschließlich international unterwegs sind.

4.  All Good Things von Nelly Furtado – Ein Song, der in mir sowohl glückliche, als auch tiefe und traurige Gefühle auslöst. Es war das Lieblingslied meines Opi’s. Wir haben es immer ganz fröhlich zusammen gesungen, denn er hat es einfach so sehr geliebt. Leider hatten wir viel zu früh nicht mehr die Möglichkeit dazu, es noch länger miteinander zu singen und genau deshalb hat das Lied eine wahnsinnige Bedeutung für mich. Ich musste es viel zu oft allein vor mich hin singen und hätte mir so sehr gewünscht, es mit ihm gemeinsam tun zu können. Aber ich bin mir sicher, dass er bei jedem Mal da oben sitzt und sich über meinen Gesang lustig macht, wie er es immer so schön konnte und irgendwann werden wir wieder gemeinsam unser Lied trällern können, da bin ich mir sicher.

5.  Männer von Herbert Grönemeyer – Männer nehm‘ in den Arm, Männer geben Geborgenheit. Männer weinen heimlich, Männer brauchen viel Zärtlichkeit… Nanana. Ein Ohrwurm, der mich immer wieder verfolgt, sobald ich ihn einmal gesungen habe. Ich bin sowieso ein riesiger Fan von Herbert Grönemeyer’s Stimme. Sie hat einfach einen so unglaublich großen Wiedererkennungswert und ich höre seine Songs einfach so gern, weil da einfach so viel hinter steckt. Und Männer ist da noch das witzigste. Ich mochte das Lied von der ersten Sekunde an und habe es mir, trotz unzähligen Dauerschleifemarathons, nicht ein einziges Mal übergehört. Und auch auf unseren Feiern (Wir sind total die Dorfparty-Typen, wo immer Schlager läuft und ja, wir lieben es!) ist immer mein erster Wunsch beim DJ dieses Lied. Und wie man dann bemerkt, bin ich nicht die Einzige, die dieses Lied total liebt, denn dann glüht die Tanzfläche, jeder grölt nur so laut er kann das Lied mit. Ich liebe es einfach, so wie alle anderen Lieder von Herbert.


Das waren sie also, meine 5 Lieder, die Erinnerungen in mir wecken. Das Schreiben dieses Textes war für mich ehrlich eine Berg- und Talfahrt, weil es wirklich Songs sind, die mich bewegen und jedes Mal etwas in mir auslösen. Dieses Mal muss ich sogar ehrlich sagen, dass es nicht nur 5 Songs geblieben wäre, wenn ich mich nicht darauf hätte beschränken müssen, denn es gibt da noch so einige weitere Lieder, die mich sehr bewegen und einige Erinnerungen in mir hervorrufen.



 

Keine Kommentare