Blogparade: Mein steiniger Weg zum "selbstbewussten Ich"





Ein Thema, was mich selbst immer wieder sehr beschäftigt und welches so viele Gedanken in mir auslöst, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Deshalb habe ich mich immer wieder davor gedrückt, darüber zu schreiben, einfach weil ich mir nie sicher war, wie genau ich anfangen soll und habe es so immer wieder vor mich hergeschoben, obwohl es ja eigentlich ein Thema ist, was uns alle etwas angeht und in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger wird.

Deshalb bin ich auch der lieben Berenice von Phinabelle sehr dankbar, dass sie mich mit der Blogparade „Mehr Mut zum Ich“ dazu ermutigt hat, mich endlich dazu zu überwinden, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und aufzuschreiben, was mich an dem Thema bewegt.

Aber fangen wir mal etwas früher an…
Ich bin mit meinen 19 Jahren ja nun wirklich noch sehr jung, habe noch mein ganzes Leben vor mir. Dennoch musste ich bereits einige Hindernisse überwinden, bei denen ich mit mir, meinem Ich und meinem eigenen Körper aneinandergeraten bin.

Wenn ich da so zurückdenke an meinen Abschlussball… Wie lang habe ich mich dagegen gesträubt ein Kleid anzuziehen, meine Haare machen zu lassen, einfach weil ich meinen Körper ganz unvorteilhaft dafür fand. Bauch zu dick, Hüfte zu breit, Haare zu kaputt, Gesicht zu aufgedunsen. An Allem hatte ich etwas zu meckern. Auf gut Deutsch gesagt: Ich fand mich einfach hässlich.
An manchen Tagen war es besonders schlimm. Ich war regelrecht sauer auf mich und wollte mich am liebsten nur ins Bett verkrümeln und für mich schmollen. Zum Glück hatte ich in dieser Zeit aber Menschen an meiner Seite, die mich gerade dann nicht allein gelassen haben - Meine Familie und meinen Freund. Wir haben sehr lange Gespräche geführt, immer wieder. Sie sagten mir jedes Mal, dass ich mir über sowas keinen Kopf machen sollte, dass ich gut so bin, wie ich bin und es genügend Menschen gibt, die zu schätzen wissen, was sie an mir haben.

Und heute kann ich sagen: Sie hatten verdammt nochmal Recht!
Ich bin auch noch heute fest davon überzeugt, dass ich absolut nicht perfekt bin, das ein oder andere Kilo zu viel auf den Hüften habe und meine Haare auch bis heute noch kaputt sind ohne Ende. Dennoch habe ich in dieser ganzen Zeit gelernt, mich selbst und somit auch meinen Körper und meine ganzen positiven Eigenschaften zu akzeptieren und zu schätzen, denn diese sind mir vorher nie wirklich aufgefallen, weil ich einfach immer nur die negativen Sachen im Kopf hatte und lediglich auf mein Äußeres geschaut und dabei all das Gute an mir völlig vergessen habe.  Bis heute bin ich meiner Familie und meinem Herzensmann unendlich dankbar dafür, dass sie mich in dieser Zeit aufgefangen und mir immer wieder vor Augen geführt haben, dass ich gut so bin, wie ich bin. Denn das ist jeder von uns. Wir sollten einfach alle anfangen, zu schätzen, was wir an uns haben, sowohl äußerlich als auch innerlich.

Über 5 Eigenschaften, die mich und meine Person am besten beschreiben, gab es bereits einen Beitrag in meiner Blogserie „5 Dinge-Dienstag“. Hierbei habe ich meine Familie und meinen Freund gefragt, welche Eigenschaften mich am besten beschreiben und ich muss sagen, sie hätten es nicht besser auswählen können.

Ich bin endlos glücklich darüber, nun endlich sagen zu können, dass ich stolz darauf bin, diese Eigenschaften an mir zu haben und endlich mit mir, meinem Körper und meinem Ich im Einklang zu sein. Und ich kann nun auch sagen, dass mir ein riesen Stein vom Herzen fällt, endlich das Thema bearbeitet zu haben und möchte mich an dieser Stelle noch einmal bedanken, für diese tolle Blogparade und diese wunderschönen und ehrlichen Beiträge, die bereits von vielen Bloggern zu dem Thema veröffentlicht wurden. Es ist so wichtig, den Punkt „Selbstbewusstsein“ zu thematisieren und anderen damit Mut zu machen, darüber zu sprechen.


Kommentare

  1. Sehr schön gesagt und so wahr! Selbstbewusstsein ist auch bei mir immer wieder ein Punkt. Ich muss sagen, dass Unterstützung von Freunden und Familie mega toll. Fast noch besser ist aber, sich das Wort wirklich klar zu machen Selbst-Bewusstsein. Nicht das Bewusstsein des eigenen Körpers, sondern des Selbst. Der eigene Charakter mit allen Besonderheiten. Wenn man sich selber kennenlernt und verstehen lernt, macht das so vieles so viel einfacher! :)
    Ich glaube dein Artikel hat mich gerade dazu inspiriert, auch endlich mal was dazu zu schreiben. :)

    Ganz liebe Grüße
    Sarah

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    1. Liebe Sarah,

      ganz lieben Dank für deinen lieben Kommentar.
      Es freut mich sehr, wenn ich dich mit meinem Beitrag vielleicht ein wenig ermutigen konnte, dich dem Thema zu widmen.
      Und wie du bereits sagtest, wenn man sich selbst erstmal richtig kennen- und vor allem auch lieben lernt, kann das so manches um einiges erleichtern.
      Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, bald auch bei dir einen Artikel über dieses Thema zu lesen.

      Hab noch einen schönen Tag.

      Liebste Grüße
      Steffi

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  2. Liebe Steffi,
    wie wunderbar, was du schreibst! Jeder von uns ist doch irgenwie perfekt so, wie man ist, und wir dürfen Mut haben, uns selbst zu mögen, uns zu zeigen und unseren Weg zu gehen. Alles Gute dir und weiter so!

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    1. Lieber Wilhelm, vielen lieben Dank für deine lieben Worte. Du triffst mit deinem Gesagten genau ins Schwarze. Jeder Mensch darf sein, wie er es möchte und sollte sich dabei keinerlei schämen müssen. Wir alle sind individuelle, bewundernswerte Wesen und dafür sollten wir alle dankbar sein.

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