Travel Diary: Unser Kurztrip nach Hamburg


Ich habe es euch ja schon im Oster-Post erzählt, dass es für uns nach Hamburg geht, weil ich Kay 2 Tickets für das Finale der Meisterschaft des Spiels geschenkt habe, was er spielt und wir beide schauen. Für diejenigen, die es interessiert – Es ist League of Legends, kurz gesagt: LOL. Es handelt sich dabei um ein online Strategiespiel, aber falls ihr wissen möchtet, worum es genau geht, könnt ihr das ja gern nachlesen, denn es soll ja hier um unseren Kurztrip nach Hamburg gehen und nicht nur um das Spiel selbst, auch wenn wir nur deshalb dorthin gefahren sind.


Samstag, am 22.04., sollte es also losgehen. Der Wecker klingelte 4:00 Uhr. Ja, 4:00 Uhr, ihr habt richtig gelesen. So standen wir dann also auf, Kay hochmotiviert, ich hingegen halbtot, da ich erst etwa 1:00 Uhr einschlafen konnte, warum auch immer. Dennoch freute ich mich auch sehr. Wir aßen Frühstück, machten uns fertig, checkten noch einmal unsere Tasche und packten die letzten kleinen Dinge ein. Dann ging es auch schon zum Bahnhof. Wir fuhren mit Flixbus, da wir dies als günstigste und für uns einfachste Variante empfunden haben. Wir haben dort von Braunschweig nach Hamburg und zurück insgesamt pro Person nur 22€ bezahlt und da kann man meiner Meinung nach nicht meckern. Der Bus kam auch sehr pünktlich, sodass genügend Zeit war, das Gepäck zu verstauen, sich in Ruhe Plätze zu suchen und es sich für die 3 Stunden-Busfahrt gemütlich zu machen und schlussendlich genau pünktlich loszufahren. Die Busse waren ziemlich gut eingerichtet, wie ein normaler Reisebus eben. Sogar WLAN konnte man dort benutzen, welches aber leider nicht das Beste war, was man aber niemanden verübeln kann, da sich alle Mitfahrer das gesamte WLAN teilen und man da natürlich keine hohen Erwartungen haben kann. Aber allein, dass es angeboten wird, fand ich eine gute Sache. Auch 2 Steckdosen befanden sich an jedem Platz, was für mich ebenfalls von sehr großer Bedeutung war. Die gesamte Busfahrt verlief sehr ruhig, sodass ich auch noch ein wenig Schlaf nachholen konnte.

Gegen 9:45 Uhr kamen wir dann wie geplant am Hamburger Hauptbahnhof an und, wie es bekannt für Hamburg ist, regnete es in Strömen. Da wir erst um 12:00 Uhr in unser Zimmer einchecken konnten, mussten wir uns bis dahin die Zeit vertreiben. Wir schlenderten so also durch die naheliegenden Straßen und durch den Hauptbahnhof, aßen noch eine Kleinigkeit.




Wir fuhren dann schon einmal langsam zu unserer Unterkunft, da wir sichergehen wollten, dass wir pünktlich da sind, weil wir uns ja nun auch nicht auskannten hier in Hamburg. Es war aber allerdings überhaupt kein Problem und wir fanden sofort dorthin. Unser Zimmer haben wir bei Airbnb gebucht. Da das das erste Mal war, waren wir umso gespannter, was uns erwarten wird. Es war ein kleiner, gemütlicher Raum, schön eingerichtet, in einer süßen Wohnung einer jungen Dame. Sie war unglaublich nett und sehr kompromissbereit. Das Zimmer war total ausreichend für eine Nacht. Ich hätte auch kein Problem damit gehabt, dort mehrere Tage zu verbringen. Wir waren rundum zufrieden dort. 



Nachdem wir uns eine halbe Stunde dort ausgeruht hatten, mussten wir auch schon wieder los. Mit der Bahn ging es los zur Barclaycard Arena. Da am selben Tag ein Fußballspiel im Stadion, welches direkt neben der Barclaycard Arena ist, stattfand, gingen wir also mit mehreren hundert Leuten zu der Arena. Alle superlieb, gut gelaunt, vielleicht auch etwas angeschwippst und friedlich. Es war ein ziemlich lustiger Weg zur Arena kann ich euch sagen. Als wir angekommen waren, warteten dort bereits einige Leute. Ein paar Tausend, um genau zu sein. Da waren jetzt nicht nur tausende Fußballfans, sondern auch noch die, auf die wir uns freuten – tausende League-Fans, die nur so darauf warteten, endlich in die Barclaycard Arena gelassen zu werden. 15:00 Uhr ging es dann also los und wir durften rein. Die Arena ist wirklich schön, mit vielen Möglichkeiten im Vorderbereich, sich Knabberzeug zu kaufen – mehr als überteuerte Snacks inklusive. 😃

 
Eigentlich hatte man nun 2 Stunden Zeit, um Fotos oder Autogramme mit seinen (übrigens auch unseren) Lieblingsyoutubern, Streamern usw. zu machen. Da 2 Stunden aber leider viel zu wenig sind, um diesen Wunsch knapp 16000 Leuten zu erfüllen, haben wir darauf verzichtet und sind nach einer kurzen Erkundung direkt in den Innenraum gegangen, sprich: der eigentlichen Arena. Die Zeit verging auch wirklich ziemlich schnell, weil sich zwischenzeitlich immer mal wieder ein paar bekannte Leute blicken lassen haben und einige Videos und Fotos aus vergangenen Jahren gezeigt wurden, was ich persönlich ziemlich schön fand. Mit der Zeit stieg aber natürlich auch die Aufregung. Und nach und nach füllte sich die Arena komplett. Bis es dann endlich losging. Der Countdown wurde runtergezählt und ich hatte Gänsehaut. Die Stimmung war ab Sekunde 1 einfach auf dem Höhepunkt. Die Arena bebte. Und ich? Ich war hin und weg. Es war nicht das erste Mal, dass wir auf einem Event solcher Art waren. Dennoch waren es bisher nie mehr als 3000 Leute. Dieses Mal saßen dort aber 16000. 16000 Leute, die wegen derselben Sache da waren wie wir, die all das dort genauso feierten wie wir und die genauso Lust auf diesen Abend hatten wie wir. Die Leute sind alle so super, man ist einfach eine Community, wie eine Art kleine Familie. Sowas wie Streit oder Prügelei gibt es dort nicht. Man feiert einfach das Ganze und genießt es – gemeinsam. Und wirklich, es war unbeschreiblich. So viele tolle Impressionen, wie dort auf mich eingeprasselt sind – so ein Gefühl habe ich selten. Die Zeit verging nur einfach viel zu schnell. 



 
So fuhren wir gegen 20:00 Uhr wieder zurück in unsere Unterkunft. Kaputt, müde, aber unendlich glücklich und zufrieden gingen wir schlafen. Am nächsten Tag konnten wir bis um 9 schlafen, packten unsere Sachen, machten uns fertig, übergaben die Schlüssel, verabschiedeten uns von unserer lieben Gastgeberin und fuhren anschließend wieder zum Bahnhof. Dort holen wir uns noch eine Kleinigkeit zum Mittag. Ich hatte 2 Stücke Pizza von CiaoBella – Italian Food. Diese haben zusammen 4,50€ gekostet, waren richtig groß und haben supersatt gemacht. 12:15 Uhr ging es dann wieder mit Flixbus zurück Richtung Heimat.



Und ich glaube ich wiederhole mich, aber ich kann es nur immer wieder sagen: Es war ein unfassbar schöner Kurztrip nach Hamburg, es hat alles so funktioniert, wie wir es geplant und uns vorgestellt hatten und würden es jederzeit noch einmal tun.


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